AUFTRAGGEBER Privat
BAUZEIT 2022 – 2025
In zentraler Lage der Wittlicher Innenstadt wurde im Rahmen einer innerstädtischen Quartiersentwicklung neuer Wohnraum realisiert. Das Projekt, initiiert vom niederländischen Investor Joseph Wortelboer (89), versteht sich als bewusster Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung und zur Stärkung des innerstädtischen Wohnens.
Die gewerblich genutzten Flächen im Erdgeschoss wurden im Bestand saniert und funktional neu organisiert. Darüber hinaus entstand auf fünf Obergeschossen eine Wohnbebauung mit insgesamt 31 Einheiten zwischen ca. 30 und 100 m². Die Grundrisskonzeption folgt einer differenzierten Typologie, die sowohl kompakte Apartments als auch großzügigere Wohneinheiten umfasst. Sämtliche Wohnungen verfügen über Dachterrassen oder Freisitze. Ein besonderes Highlight: Viele Einheiten bieten einen beeindruckenden Blick auf die St.-Markus-Kirche, die das Stadtbild seit Jahrhunderten prägt. Die Erschließung erfolgt barrierearm über Aufzüge sowie über Laubengänge, die den Blick in einen begrünten Innenhof öffnen. Der ruhige Innenbereich bildet einen klaren Gegenpol zum Stadtraum. Die notwendige Stellplatzorganisation wurde in einer Tiefgarage mit platzsparendem Liftsystem gelöst.
Das Gebäude ist als Niedrigenergiehaus konzipiert und folgt einem ganzheitlich nachhaltigen Ansatz. Die Energieversorgung erfolgt über eine Wärmepumpe in Kombination mit Photovoltaikanlagen auf dem Dach. Die Appartements verfügen über kontrollierte Wohnraumlüftungen und tragen für ein energieeffizientes und gesundes Raumklima bei. Hochwertige Materialien und eine langlebige Bauweise unterstreichen den Qualitätsanspruch des Projekts.
In der Fassadengestaltung wurde besonderer Wert auf die Maßstäblichkeit und Farbigkeit des gewachsenen Umfelds gelegt. Die farblichen Akzente nehmen Bezug auf die St.-Markus-Pfarrkirche und ermöglichen eine selbstbewusste, zugleich zurückhaltende Einfügung in die kleinteilige Struktur des Straßenzugs.
Das Projekt zeigt exemplarisch, wie zeitgemäßer Wohnungsbau, nachhaltige Gebäudetechnik und sensible Kontextualisierung im historischen Stadtraum zu einer architektonisch überzeugenden Einheit verbunden werden können.


